Anti Aging Kongress in Monaco • Schönheitschirurgie Köln - Dr. med. Simone Hellmann

Anti Aging Kongress in Monaco

Anti Aging Kongress in Monaco

23. April 2018


om 05. – 07.4.2018 fand in Monte Carlo zum 16. Mal der weltgrößte Aesthetic & Anti Aging Medicine World Congress (AMWC) unter der Schirmherrschaft von Prinz Albert II von Monaco statt. Ich habe den Anti Aging Kongress wieder besucht, obwohl er manchmal etwas skurril ist, aber er ist auch in vielerlei Hinsicht einzigartig. 10000 Teilnehmer aus 120 Ländern und über 300 Industrieaussteller auf 5 Stockwerken des Grimaldi Forums zeigen das Ausmaß des Kongresses. Der offizielle diesjährige Schwerpunkt lautete Patientensicherheit – angesichts des undurchschaubaren Dschungels an Anbietern für ästhetische Dienstleistungen sicher ein wesentlicher Aspekt der Qualitätssicherung.

Sicherheit für Patienten

Auch für mich ist die Sicherheit meiner Patienten nach wie vor die oberste Priorität. Die WHO definiert den Begriff der Patientensicherheit wie folgt: „Patientensicherheit ist die Abwesenheit von vermeidbarem Schaden im Rahmen einer medizinischen Behandlung.“ Bei den meisten Prozeduren im Anti Aging Bereich handelt es sich jedoch um medizinisch nicht indizierte Behandlungen – und gerade dann sollte die Sicherheit eine absolut übergeordnete Rolle spielen! Daher gab es einige Sitzungen auf dem Kongress zu diesem Thema. Einhellige Meinung der anwesenden internationalen Kollegen war, dass nur durch strengere Regularien in der Zulassung derjenigen, die überhaupt ästhetische Maßnahmen vornehmen dürfen, eine Verbesserung der Patientensicherheit zu erzielen ist. Hier ist jedoch nicht nur die Politik gefragt – jeder Patient sollte auch für sich sehr genau prüfen, bei wem er oder sie „etwas machen“ lässt. Der Preis einer Behandlung kann nicht die einzige Entscheidungsgrundlage sein – jeder weiß: Wenn ein Angebot zu gut ist, um wahr zu sein, gibt es meistens einen Haken! Vorsicht bleibt halt die Mutter der Porzellankiste.

Die Profiloplastik mit Hyaluronsäure

An Tag 1 des  Anti Aging Kongresses besuchte ich meine Favoriten-Session, in der ärztliche Kollegen aus USA, Frankreich, Australien und Italien sich mit dem spannenden Thema der sogenannten Profiloplastik beschäftigten. Ein Thema, das auch in meiner Praxis immer größere Bedeutung erlangt.

Viele Patienten denken, man könne mit Hyaluronsäure nur Hauterschlaffung oder Volumenverluste korrigieren, das ist aber in den Händen geübter Behandler nicht mehr alles. Vielmehr ist es durch die aktuelle Generation der Hyaluronsäuren und durch spezielle Techniken möglich, auch Konturen zu modellieren – als Ausgleich von Defiziten durch die knöchernen Strukturen des Gesichtsschädels. Die Form des Gesichtsschädels bestimmt in hohem Maße, wie wir aussehen und altern.

Zu kompliziert ? Nun, eigentlich nicht, jeder kennt das typische „fliehende Kinn“, die zu große Nase in der Profilansicht oder die Oberlippe, die die Unterlippe im Profil überragt. All das ist sehr gut mittlerweile zu korrigieren mit Hyaluronsäure eben ohne aufwendige Operationen wie früher. Dadurch werden die Gesichtsproportionen hergestellt, ohne dass der Patient „anders“ aussieht. All diese Maßnahmen führen zu einer deutlichen Attraktivitätsverbesserung des Gesichtes – auch in jungen Jahren schon. Ein absolut spannendes Anwendungsgebiet für Hyaluronsäure – und ein sehr dankbares.

Behandlungsmethoden für unterschiedliche Motivationen der Patienten

An Tag 2 des Anti Aging Kongress habe ich die Veranstaltung des Medical Institute der Firma Allergan besucht. Die Überschrift der Veranstaltung lautete „Going beyond beauty: Turning patient insights into optimum outcomes“. Das Unternehmen Pharm Allergan hat in einer großangelegten Studie die Motivation von Patienten für eine ästhetische Behandlung erfragt und konnte 4 verschiedene häufige Grundmotivationen herauskristallisieren.

  • „Beautification“ – Patienten, die gern „eine bessere Version ihrer selbst wären“ – also gerade junge Menschen, die ihre Attraktivität einfach verbessern möchten, ohne anders aussehen zu wollen.
  • „Positive Aging“ – Dieser Patienten-Typ möchte einfach so aussehen, wie er oder sie sich fühlt und das möglichst unauffällig und sehr natürlich
  • „Correction“ – Dies sind Patienten, die eine gezielte Korrektur einer störenden Region vornehmen lassen möchten, meist am Körper
  • „Transformation“ – Hier sprechen wir über Patienten, die eine völlige Transformation, sprich einen bestimmten, oft kulturell geprägten Look,  möchten und hierfür

In meiner Praxis kann ich diese Beobachtungen nachvollziehen – insbesondere den „Beautification“-Patienten und den „Positve Aging“-Patienten sehe ich sehr oft. Das angenehme an beiden Motivationen ist, dass ich als Behandler keine Veränderungen vornehmen muss, die nach meinem persönlichen Geschmack unnatürlich wirken. Wie unterschiedlich die Definition von „natürlich“ ist, sieht man in den Medien oder auch auf der Straße jeden Tag. Daher freue ich mich immer, wenn ich das Optimum des Wohlbefindens in der eigenen Haut für meine Patienten erzielen kann, ohne dass es der Umgebung auffällt, dass überhaupt eine Behandlung stattgefunden hat.

Die Session hat zusammen mit renommierten Kollegen wie u. a. Dr Mauricio de Maio aus Sao Paulo die verschiedenen Herangehensweisen an Gesichtsanalyse und Behandlungsstrategien beleuchtet. Mein Lieblingszitat in der Sitzung kam von Mauricio: “Faces are books written in different languages“. Und wir alle wissen – Fremdsprachen perfekt zu beherrschen, lernt man nur durch Fleiß, Hingabe und das tägliche Praktizieren.

Fazit: Der Trip nach Monaco ist immer sehr anders als alle anderen Kongresse, auf die ich regelmäßig gehe. Aber der fachliche internationale Austausch hat sich mal wieder gelohnt – das Bessere bleibt eben der Feind des Guten!

Herzlichst, Ihre Simone Hellmann

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