Frau Dr. Hellmann, was lassen Sie denn so machen?
Von nichts kommt nichts – das gilt auch in Sachen Beauty. Natürlich könnte ich behaupten, dass ich nur Wasser trinke, nie in die Sonne gehe und mich einfach nie gestresst fühle. Aber das wäre gelogen. Meine Hautpflege und mein Aussehen sind das Ergebnis von Disziplin, regelmäßiger Pflege und klugem Timing von minimal-invasiven Maßnahmen. Ich habe früh damit begonnen, präventiv zu arbeiten – denn wer erst handelt, wenn alles hängt, hat es schwerer. Deshalb beantworte ich die Frage, die mir Patientinnen und Patienten am häufigsten stellen, heute mal ganz offen: Was lasse ich eigentlich selbst machen?
Ein persönlicher Einblick in meine eigene Beautyroutine – und warum strukturiertes Vorgehen und Durchhaltevermögen schöner machen.
Der Schlüssel zu einem frischen, natürlichen Look liegt für mich in einem ganzheitlichen Ansatz. Ich arbeite nicht punktuell oder impulsiv, sondern mit System – angepasst an meine individuellen Bedürfnisse, meinen Hauttyp und mein Alter. Dabei spielt Prävention eine zentrale Rolle.
Seit vielen Jahren lasse ich etwa alle vier Monate eine Full-Face-Botox-Behandlung durchführen – das umfasst Stirn, Zornesfalte, Krähenfüsse, Browlift, Bunny Lines, Bruxismus, Kinnmuskel und Anhebung der Mundwinkel. Ich mag die Frische, die das Gesicht dadurch bekommt, obwohl es eigentlich viele Zonen sind, die behandelt werden. Bei Botox ist aber oft mehr tatsächlich natürlicher als weniger, da durch den ganzheitlichen Ansatz alles wie aus einem Guss wirkt. Paradox, aber es stimmt einfach in meinen Augen. Und vom Profi durchgeführt, gibt es auch keinen Frozen Face Look. Ich sehe Ich sehe trotzdem ganz normal aus – nur eben mit etwas mehr Ruhe in der Mimik.
Ergänzend setze ich bei Volumenverlust gezielt Hyaluronsäurefiller ein. Immer regelmäßig, dann, wenn ich merke, dass sich Strukturen verändern oder Konturen an Ausdruck verlieren. Die Devise lautet: so wenig wie möglich, so viel wie nötig. Ein guter Filler sollte nicht gesehen werden – er sollte lediglich wirken.
Besonders begeistert bin ich übrigens von Polynukleotid-Behandlungen, die ich mir zweimal jährlich an Hals und Dekolleté gönne, denn diese beiden Zonen verraten unbehandelt irgendwann das eigentliche Alter. Diese tiefenwirksamen Zell-Booster sind für mich schon eine Revolution in der Hautregeneration. Sie verbessern die Hautstruktur, fördern die Durchfeuchtung und sorgen für eine Glättung, die nicht künstlich, sondern einfach gesund aussieht. Es ist also kein Wunder, dass die sich die Ästhetik aktuell so stark auf den Bereich solcher Biostimulatoren konzentriert.
Selbstverständlich mache ich seit Jahrzehnten bereits auch regelmäßige kosmetische Hautbehandlungen, denn die Haut als unser größtes Organ braucht regelmäßige Zuwendung, um gesund und schön zu bleiben. Alle sechs bis acht Wochen nehme ich mir Zeit für ein Facial bei unserer In-House Hautpflegeexpertin Frau Di Carlo. Wir machen dann entweder unser Bio Glow – ein Behandlungsverfahren, das wir in der H-Praxis eigens entwickelt haben, um einen schönen Glow ohne Ausfallzeit zu erhalten. In der dunkleren Jahreszeit mache ich dann gerne unser EXO Needling. Es gibt mir das Gefühl, meine Haut in Bewegung zu halten – wie ein kleines Fitnessprogramm für die Zellen mit dem Resultat, mehr Kollagen und Elastin zu haben und dadurch Alterungsprozesse zu verlangsamen.
Aber was wäre all das ohne die richtige Pflege zu Hause? Morgens starte ich meine Routine mit antioxidativen Wirkstoffen und einem zuverlässigen SPF – für mich absolut unverzichtbar. Abends steht dann die Regeneration im Vordergrund: Reinigung, Wirkstoffe, Pflege – konsequent, jeden Tag, auch nach langen Tagen oder Nächten.
Ich bin überzeugt: Wer seine Haut versteht, kann sie gesund und schön erhalten. Aber auch von innen unterstütze ich mein Hautbild und meine Gesundheit – mit Infusionen, die speziell auf meine Bedürfnisse abgestimmt sind. Vier- bis sechsmal im Jahr nehme ich unsere Longevity Power Infusionen in Anspruch – je nach Stresslevel oder Infektanfälligkeit auch mal öfter. Diese Infusionen versorgen mich nicht nur mit wichtigen Mikronährstoffen, sondern geben mir auch spürbar mehr Energie und Vitalität.
Nicht zuletzt lasse ich meine Haut zweimal pro Jahr professionell beim Dermatologen screenen. Als sehr heller Hauttyp (Typ I) bin ich besonders achtsam, was Pigmentveränderungen und UV-Schäden betrifft. Sollte etwas auffällig sein, behandeln wir es direkt – oft per Laser. Ein für mich selbstverständlicher Teil meiner Vorsorge.
All diese Maßnahmen ergeben in der Summe das, was man vielleicht als „gut gepflegt“ wahrnimmt. Sie sind weder Zauberei noch Ausdruck von Eitelkeit, sondern Ausdruck von Achtsamkeit – mit mir selbst, meiner Haut und meinem Lebensstil. Ich bin nicht auf der Suche nach Perfektion, sondern nach Balance und Erhaltung meiner Attraktivität. Und dies erreiche ich am besten, wenn ich Verantwortung für mich selbst übernehme – als Frau, als Ärztin und als Patientin.
Von Dr. Simone Hellmann verwendete Behandlungen
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