Botox - Gift oder Geschenk | H-Praxis Köln

Botox – Gift oder Geschenk?

Botox – Gift oder Geschenk?

1. August 2017


Schlangengift – Gelähmte Gesichtszüge – Mimik Verlust – Schlauchbootlippen durch Botox – Botoxunfall – Vergiftung durch Botox ….

…es gibt unzählige Mythen rund um das Medikament ‚Botulinumneurotoxin A‘, wie es fachlich richtig heißt. Wir räumen auf mit den Mythen und Falschaussagen und geben ihnen einen Überblick darüber,  was Botox eigentlich ist. Dabei halten wir es in der H-Praxis lieber mit dem Zitat von Bonny Tyler ‚Thank God for Botox‘!

Botox – historisch gesehen

Das Bakterium Clostridium botulinum ist unser täglicher Begleiter und kommt vor allem im Boden vor. Befällt das Bakterium jedoch Lebensmittel, entwickelt sich ein Gift, das zu tödlichen Lebensmittelvergiftungen (Botulismus) führen kann. Dies entdeckte der württembergische Arzt Justinus Kerner in der Zeit um 1820, nachdem er 155 Patienten mit Lebensmittelvergiftungen von verdorbener Wurst obduziert hatte und feststellte, dass der Tod u.a. durch die Unfähigkeit zu Schlucken – also eine Lähmung der Schluckmuskulatur – eingetreten war. Erst zum Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die chemische Struktur des Bakteriums entschlüsselt und die Herstellung in kristalliner Form ermöglicht. Die ersten Einsatzgebiete des 1989 von der FDA zugelassenen Medikaments sind die Augenheilkunde. Hier erfährt Botulinum Toxin erfolgreiche Behandlungen von Schielen, Lidkrampf oder Augenzittern.

Den Weg in die ästhetische Medizin findet das Botulinum Toxin durch Zufall. Die kanadische Augenärztin Jean Carruthers wurde von einer Patientin, die regelmäßige Injektionen bzgl. ihres Lidkrampfes erhielt, darauf aufmerksam gemacht, dass sich gleichzeitig ihre Gesichtsfalten – die Zornesfalte sowie die Krähenfüße – glätteten. Gemeinsam mit ihrem Mann, dem Dermatologen Alastair Carruthers führen die beiden den beschriebenen Effekt auf die Entspannung der mimischen Muskulatur zurück. Seit den 1990-er Jahren sind verschiedene Produkte auf dem Arzneimittelmarkt, deren Handelsnamen ‚Botox®‘, ‚Dysport‘, Vistabel sind. Das Wort ‚Botox‘ fand den Weg in den allgemeinen Sprachgebrauch.

Botox – Wie wirkt es?

Botulinumtoxin hemmt die Erregungsübertragung von den Nervenzellen zum Muskel. Dadurch wird die Kontraktion des aktiven Muskels schwächer. In der Ästhetik bedeutet dies, dass der Muskel, der bei starker Beanspruchung Falten entstehen lässt (z.B. Zornesfalte oder Stirnfalten) wieder entspannt und die Haut sich darüber glättet.
Die heutigen Einsatzgebiete sind sehr vielfältig. Zugelassen ist das Medikament in der Ästhetik für die Behandlung der Zornesfalte und der Krähenfüße. Des Weiteren für Hyperhidrose (Übermäßiges Schwitzen) und Migräne. In unserer Praxis haben wir zudem sehr gute Erfahrungen in der Behandlung von Bruxismus (Zähneknirschen/pressen). Natürlich findet Botulinum weiterhin sehr erfolgreiche Verwendung für neurologische Erkrankungen wie Spastiken und Bewegungsstörungen, aber auch für Blasenschwäche und Depressionen.

Was macht Botox nicht?

Botox entspannt lediglich die Muskulatur. Botox kann keine Lippen vergrößern, dafür aber Mundfältchen entspanen. Botox macht nicht automatisch ein ‚Frozen Face‘ à la Nicole Kidman. Hier bestimmt die Dosis das Ergebnis und das Gesicht kann einfach nur freundlicher und relaxt aussehen. Bei vielen Hollywoodstars wird ein übertriebener Facelift-Look oder zu stark aufgespritzte Gesichter in der Presse gerne als ‚Botox Unfall‘ beschrieben. Das rückt Behandlungen mit Botox leider immer wieder in ein falsches Licht und macht Patienten Angst. Diese Angst ist unbegründet. Das Medikament ist sehr gut erforscht und in geübten Händen bestehen bei der Behandlung nur äußerst geringe Risiken. In der H-Praxis steht Dr. Simone Hellmann für sehr natürliche Ergebnisse in der Behandlung mit Botox.

Botoxbehandlung in der H-Praxis Wie lange hält das Botox-Ergebnis?

Das Ergebnis einer Botox Behandlung zur Entspannung der Gesichtsfalten hält in der Regel 3-5 Monate an. Nach weiteren Behandlungen kann sich die Wirkdauer verlängern. Es ist ratsam, nach spätestens 5 Monaten einen Folgetermin wahrzunehmen. Nebenwirkungen sind selten, aber wie bei allen Injektionsbehandlungen können Rötungen, Schwellungen oder Blutergüsse auftreten. Vereinzelt wird von einem vorübergehenden Kopfschmerz berichtet. Die meisten unserer Patientin verspüren jedoch keine Nebenwirkungen.

Sie möchten noch mehr über Botox wissen oder interessieren Sich für eine Behandlung? Dann kontaktieren Sie uns gerne für Ihren individuellen Beratungstermin.

 

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