Botox gegen Zähneknirschen | H-Praxis Köln

Botox hilft gegen Zähneknirschen

19. März 2013


Wussten Sie, dass Botox® gegen Zähneknirschen – auch Bruxismus genannt – hilft?

Es wird davon ausgegangen, dass ein Drittel aller Erwachsenen irgendwann im Leben Probleme mit dem Zähneknirschen hat. Vor allem Frauen zwischen 30 und 45 Jahren mahlen nachts unbewusst mit den Zähnen und machen damit ca. 80 Prozent aller Knirscher aus.

Im Fachterminus heißt das Zähneknirschen Bruxismus. Viele Menschen sind von nächtlichem Zähneknirschen oder auch Aufeinanderpressen und Zusammenschlagen der Zähne beeinträchtigt. Die Ursachen sind vielfältig und können physische und auch psychische Gründe haben. Einerseits liegen kieferorthopädische oder dentale Themen zugrunde, andererseits leiden viele Patienten an verdrängten Ängsten, Aggressionen und Sorgen. Dieser permanente Stress kann das Zähneknirschen hervorrufen und verstärken. Sowohl das Knirschen als auch das Aufeinanderpressen- und Schlagen der Zähne kann zu feinen Rissen im Zahnschmelz führen. Zusätzlich verspüren die Patienten Zahnschmerzen, Ohrenschmerzen, Schmerzen im Kaumuskel (M. Masseter), den Kiefergelenken bis hin zur Halswirbelsäule. Bei manchen Menschen ist eine Verkrampfung soweit fortgeschritten und der Kaumuskel so stark trainiert, dass die jeweilige Gesichtshälfte deutlich angeschwollen erscheint und eine Gesichtssymmetrie nicht mehr vorhanden ist. Neben zahnärtzlichen Maßnahmen gibt es eine weitere Therapiemöglichkeit, den Kaumuskel zu entlasten und die Beiß- und Knirschkraft zu verringern.

In der H-Praxis verwenden wir hierzu die intramuskuläre Injektion von Botulinum Toxin A (Botox) in den Masseter-Muskel, den äußeren Kaumuskel. Das Medikament relaxiert und schwächt den Muskel und die muskelbedingte Schwellung des Gesichts bildet sich binnen ca. 3 Wochen zurück.  Ziel der Therapie ist es, sowohl die Schäden an den Zähnen zu mindern als auch den Teufelskreis Knirschen-Schmerzen-Knirschen zu durchbrechen.
Neben der funktionellen und medizinisch indizierten Verwendung des Botulinums, ergibt sich der positive Effekt einer Verschmälerung des Gesichts im Unterkiefer. Daher wird diese Art der Behandlung mit Botulinum Toxin A auch zur ästhetischen Behandlung des Gesichts, besonders im hinteren Bereich des Unterkiefers, eingesetzt. Ein starker Masseter Muskel kann einem Gesicht eine quadratische, maskuline Form verleihen, die von Frauen als unschön empfunden wird. Oft wirkt das Gesicht auch breit und unproportioniert und damit leicht herb. Botulinum Toxin A Injektionen verschmälern das Gesicht im hinteren Unterkieferbereich, dadurch wird die Gesichtsproportion wieder weicher und jugendlicher.

Nach einer Botulinum Toxin A Behandlung bei Bruxismus ist normales Essen und Zubeißen möglich. Die Patienten merken den Erfolg der Behandlung durch eine Verringerung, bzw. ein Ausbleiben der Zahn- und Kieferschmerzen.
Das Ergebnis der Behandlung wird ca. 3-6 Monate anhalten, bis die Wirkung des Botulinum Toxin A (Botox) wieder nachlässt. Bei Therapiebeginn sind die Kaumuskeln meist extrem stark. Die Muskeldicke und damit die Muskelkraft wird langsam durch das Botulinum Toxin A (Botox) reduziert. Zu Beginn der kraftreduzierenden Behandlung rechnet man mit drei Behandlungen pro Jahr, später, zum Erhalt der relativen Muskelentspannung mit zwei Injektionen pro Jahr. Zur generellen Information zum Thema Botulinum Toxin A (Botox) lesen Sie hierzu bitte auch unseren Blogartikel zum Thema Botox – Fakten und Fiktionen.

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