Botulinum feiert Geburtstag | H-Praxis Köln

Botulinum feiert Geburtstag

29. Oktober 2013


Der DGBT (Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Botulinumtoxin Therapie e.V.) informiert:

Vor 20 Jahren erfolgte in Deutschland die Erstzulassung von Botulinum zur medizinischen Anwendung

Erfolgsstory des Botulinum Proteins:

Der schwäbische Arzt Justinus Kerner beschrieb im Jahr 1815 zum ersten Mal das Auftreten von Lähmungserscheinungen nach dem Verzehr verdorbener Würste. Die eigentliche Ursache wurde aber erst im Jahr 1895 durch den belgischen Mediziner Emile van Ermengem entdeckt: Bakterien bilden ein Protein, das die Lähmungserscheinungen auslöst. Die Bakterien nennt er Bacillus botulium (botulus= lat. Wurst), das Protein Botulinumtoxin („Wurstgift“).

Der Amerikaner Alan Scott kam 1973 als Erster auf die Idee, Botulinum therapeutisch zu nutzen.

Seine Theorie: Ein Stoff, der Muskeln lähmen kann, kann bei richtiger Dosierung verkrampfte Muskeln entspannen!!

Dr. Scott setzte Botulinum mit so großem Erfolg zur Behandlung hyperaktiver, spastischer Muskeln ein, dass im Dezember 1989 die erste Zulassung für bestimmte Spasmus-Erkrankungen durch die FDA (Food and Drug Administration = US-Amerikanische Zulassungsbehörde) in den USA erfolgt.Das heutzutage als Medikament zugelassene Botulinum Protein ist durch Herstellung, Reinheit und Dosierung nicht mehr mit dem „Gift“ der Entdeckertage zu vergleichen, die erste Zulassung in Deutschland erfolgte 1993, also vor 20 Jahren.

Zahlreiche Indikationen sind in den letzten 20 Jahren hinzugekommen.

Botulinum ist als Medikament für folgende Erkrankungen derzeit in Deutschland zugelassen:

  • Lidkrampf (Blepharospasmus)
  • Hemifazialer Spasmus (einseitig auftretende, unwillkürliche Verkrampfung der Gesichtsmuskulatur
  • zervikale Dystonie ( „Schiefhals“)
  • umschriebene Spastiken bei Kindern mit Spitzfuß oder bei Patienten nach Schlaganfall
  • primäre Hyperhidrosis axillaris (krankhaft gesteigertes Schwitzen im Bereich der Achseln)
  • Chronische Migräne
  • Überaktive Blase mit Harninkontinenz bei neurologischen Erkrankungen oder bei „Reizblase“

Botulinum wurde 2006 erstmalig in Deutschland zur Faltenbehandlung zugelassen.

Inzwischen sind drei zugelassene Produkte von renommierten Herstellern in Deutschland auf dem Markt. Für diese gilt, dass als Grundlage für ihre Zulassung eine Vielzahl an Studien, die die Sicherheit des Wirkstoffes belegen, durchgeführt wurden.

Die Firma Allergan hat im Jahre 2012 die Zulassung zur Testung ihrer Botulinumchargen mit einem speziell entwickelten zellbasierten Wirksamkeitstest erhalten. Der Cell-Based Potency Assay, kurz CBPA, arbeitet mit menschlichen Zellen und benötigt keine Versuchstiere mehr.

Quelle: DGBT.de

In der H-Praxis verwendet Dr. Simone Hellmann die Botulinum Produkte der Firma Allergan (Vistabel und Botox). Wenn Sie mehr über die Möglichkeiten einer Behandlung mit Botulinum wissen möchten, vereinbaren Sie gerne ein unverbindliches Beratungsgespräch in unserer Praxis.

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