Brustamputation (Mastektomie) | Behandlungsmöglichkeiten | H-Praxis

Brustamputation (Mastektomie)

Was ist eine Mastektomie?

Als Mastektomie oder Ablatio mammae bezeichnet man die ein- oder beidseitige Entfernung der Brustdrüse. Diese kann bei der Frau zum Beispiel bei Brustkrebs notwendig werden, sofern eine brusterhaltende Operation nicht möglich ist. Ausser einer Krebserkrankung gibt es noch weitere Situationen, die eine Brustentfernung erfordern. Dazu gehören große und eventuell formverändernde gutartige Tumore oder der Wunsch nach einer Geschlechtsumwandlung bei Patientinnen mit Transsexualität.

Wann ist eine Mastektomie sinnvoll?

Eine der häufigsten Indikationen für eine Mastektomie ist eine fortgeschrittene bösartige Tumorerkrankung der Brust. In diesem Fall zielt der Eingriff auf das Verhindern einer weiteren Metastasierung durch Entnahme des betroffenen Gewebes ab, sowie der Vorbeugung einer erneuten Erkrankung. Gutartige Tumore können jedoch ebenso zu einer notwendigen Operation führen, wenn sich diese zu stark ausdehnen. Eine Mastektomie erfolgt allerdings nicht nur bei Frauen, denn auch Männer können sich im Falle eines pathologisch verstärktem Brustwachstums oder auftretendem Brusttumors (Brustkrebs beim Mann) dieser operativen Maßnahme unterziehen. Im Bereich einer transsexuellen Geschlechtsumwandlung wird ebenfalls eine Entfernung der Brustdrüse vorgenommen, sofern der Wunsch einer Angleichung an das männliche Geschlecht besteht. In seltenen Fällen besteht keine offensichtliche Indikation für diese Operation, sondern sie erfolgt lediglich als Prophylaxe bei Patienten, die eine familiäre Weitergabe des Brustkrebsgens (BRCA) befürchten. Eine Finanzierung dieses Eingriffs durch die Krankenkasse ist jedoch nur in prüfbaren Fällen möglich.

Behandlungsmöglichkeiten der Mastektomie?

Da eine notwendige Mastektomie mit vielen Emotionen und Ängsten des Betroffenen einhergeht, wird im Vorfeld festgelegt, ob die Möglichkeit eines Brustaufbaus während der Operation besteht. Falls ein operativer Brustersatz in Erwägung gezogen wird, gibt es hierbei verschiedene Behandlungsmethoden. Je nach Ausmaß des zu entfernenden Gewebes kann ein Silikongelimplantat eingesetzt werden, wobei dieser Eingriff vom Prinzip her ähnlich der Brustvergrößerung verläuft. Als Voraussetzung für diese Methode muss jedoch nach Abnahme der Brust genügend zur Verfügung stehende Haut der Brust vorhanden sein. Ist diese nicht ausreichend, kann eine sogenannte Lappenplastik vorgenommen werden. Im Rahmen dieser Vorgehensweise wird der fehlende Hautlappen der Brust durch einen anderen ersetzt. Verwendet wird hier vorzugsweise ein freier Bauchhautlappen (DIEP Lappen- Rekonstruktion), da sich die Gewebestrukturen jeweils am ehesten ähneln. Anschließend werden die Haut und das Fettgewebe aus dem Bauch an die Stelle der Brust transplantiert.

Sonderfall: Prophylaktische Mastektomie

Etwa fünf Prozent aller Karzinome der Brust sind durch eine familiäre Anlage begünstigt. Das bedeutet, bestimmte Genmutationen erhöhen das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Besonders bekannt geworden durch die vorbeugende Brustamputation (prophylaktische Mastektomie) von Angelina Jolie ist die Mutation im BRCA1- oder BRCA2-Gen. Diese geht mit einem um 50 bis 80 Prozent erhöhten Brustkrebsrisiko einher.

In Studien konnte bei Nachweis der BRCA-Mutationen durch eine prophylaktische Mastektomie, also eine Entfernung der Brust vor Auftreten eines bösartigen Tumors, ein verlängertes Überleben erreicht werden. Hierbei empfiehlt es sich, die komplette Brust einschließlich der Brustwarze zu entfernen.

Was sollte vor der Operation beachtet werden?

Bei einer geplanten Mastektomie sollten im Vorfeld einige wichtige Vorkehrungen seitens der Patientin und des Arztes getroffen werden. Hierbei unterstützt der behandelnde Arzt den Patienten stets bei allen nötigen körperlichen und radiologischen Untersuchungen, erstellt eine umfassende Anamnese und plant den bevorstehenden Eingriff, sowie die folgende Anschlussbehandlung.

Was ist nach der Operation einer Mastektomie zu beachten?

Nach der durchgeführten Mastektomie muss die Patientin zunächst für 24 Stunden einen Kompressionsverband tragen. Danach beginnt im Falle der Verwendung von Brustimplantaten das sechswöchige Tragen eines vorher ausgesuchten Kompressions- BHs, welcher möglichen Schwellungen oder Verformungen nach Einsetzen eines Implantates vorbeugt. Zudem sollte auf übermäßige körperliche Betätigung oder Anstrengung verzichtet werden und eher auf viel Ruhe geachtet werden. Engmaschige ärztliche Kontrollen sind ebenfalls notwendig, um auch die Anschlussbehandlung adäquat zu gewährleisten. Dazu zählen auch radiologische oder gynäkologische Kontrolluntersuchung, welche der weiteren Prävention dienen.

Welche Risiken gibt es nach einer Mastektomie Behandlung?

In Folge einer Mastektomie kann es zu möglichen Komplikationen kommen, welche mit jeder Operation einher gehen können. Dazu zählen das Risiko einer Infektion, sowie einer Nachblutung oder Wundheilungsstörung. Im Rahmen der Brustamputation besteht zudem ein Risiko einer temporären Wasser- oder Sekretansammlung im Wundbereich. Eine Empfindungsstörung im operierten Bereich kann in seltenen Fällen ebenfalls auftreten. Sofern eine Amputation aufgrund einer Tumorerkrankung durchgeführt wurde, ist es möglich, dass sich trotz einer Operation ein Rezidiv bilden kann.

Behandlung einer Mastektomie in der H-Praxis

Jetzt Beratungstermin vereinbaren:





Ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen und akzeptiere sie.*




Für weitere Patientenstimmen zur H-Praxis klicken Sie bitte HIER ❯
Bewertung wird geladen...
 
 
Impressum
Blog
Kontakt
Datenschutz


© 2017 H-Praxis, Simone Hellmann