Prophylaktische Brustamputation | H-Praxis Köln

Brustrekonstruktion nach prophylaktischer Brustamputation

14. Mai 2013


Die heutige Meldung schlug ein wie eine Bombe: Hollywood Schauspielerin Angelina Jolie hat sich beide Brüste vorsorglich amputieren zu lassen, um ihr Brustkrebsrisiko zu minimieren.

Die Schauspielerin schrieb in einem am Dienstag veröffentlichten Beitrag der New York Times, sie habe sich für den Eingriff entschieden, weil sie das Gen namens BRCA1 in sich trage, das ihr Brust- und Eierstockkrebs-Risiko erheblich erhöhe, in ihrem Fall um 87 Prozent.

„Dies ist ein mutiger Schritt, der, nach abgeschlossener Kinderplanung, durchaus Sinn macht, wenn ein solch hohes Erkrankungsrisiko bei bekannter Gen-Trägerschaft vorliegt. Zumal es heute die Möglichkeiten der sofortigen Brustrekonstruktion gibt, idealerweise natürlich mit körpereigenem Gewebe. Hier stehen entweder die Brustrekonstruktion mit Eigenfett-Transfer oder mit einer Gewebeplastik aus dem Unterbauch, dem Gesäß oder dem Oberschenkel zur Verfügung. Bei kaum vorhandenem Eigengewebe, wie es sicherlich auch bei der sehr schlanken Angelina Jolie der Fall war, ist selbstverständlich auch die Brustrekonstruktion mit Implantaten möglich. „Allerdings ist der Brustwiederaufbau mit Eigengewebe nach Amputation der Brust heute der ‚Goldstandard‘ bei Brustrekonstruktion.“, sagt die erfahrene Mikrochirurgin Dr. Simone Hellmann.

Speziell ausgebildete Mikrochirurgen wie Dr. Simone Hellmann können Patientinnen nach Entfernung der Brüste eine neue Brust aus deren eigenem Bauchfett formen. Diese Art der Brustrekonstruktion hält lebenslang und zeigt ein absolut natürliches Ergebnis, ist aber leider noch nicht allen Ärzten bekannt.

“Auch wenn die Brustrekonstruktion mit dem DIEP-Lappen sicher logistisch die anspruchsvollste Rekonstruktionsmethode darstellt, so liefert sie doch die natürlichsten, schönsten und dauerhaftesten Ergebnisse. Aus diesem Grunde sollte sich jede Patientin, die mit dem Gedanken einer Brustrekonstruktion spielt, zunächst ausführlich von in dieser Methode geübten Fachärzten beraten lassen”, so Dr. Simone Hellmann.

Die Eigengewebsrekonstruktion hat die Zielsetzung, nicht nur das bestehende Hautdefizit auszugleichen, sondern die Wiederherstellung der Brustkontur zu erzielen. Auf Implantate und die damit verbundenen möglichen Risiken kann so verzichtet werden. Die betroffenen Patientinnen erhalten wieder ein Dekolleté und können auf Hilfsmittel wie BH-Einlagen verzichten.

Der Brustaufbau mit dem sogenannten DIEP-Lappen  führt zu einer erheblichen Steigerung der Lebensqualität, was besonders wichtig ist, wenn die Brustentfernung bei Genträgerschaft prophylaktisch erfolgte.

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