Das 3. Internationale Brustsymposium | H-Praxis Köln

Brustvergrößerung und Co. – Das 3. Internationale Brustsymposium (IBSD) in Düsseldorf

24. April 2015


IMG_8948Zum nunmehr dritten Mal fand am 17. -18.4.2015 das internationale Brustsymposium in Düsseldorf statt, das Dr. Simone Hellmann und Petra Schepeler besuchten. Der renommierte Kongress wird von Frau Dr. Hellmanns ehemaligem Chef, Prof. Christoph Andree, ausgerichtet und auch in diesem Jahr gelang es wieder, wirkliche internationale Experten auf den Gebieten der Brustvergrößerung, Bruststraffung und Brustverkleinerung sowie Brustrekonstruktion nach Brustkrebs zu Wort kommen zu lassen.

Mehrere Sitzungen befassten sich mit dem Thema der Brustvergrößerung mit Implantaten und der Auswahl des für die jeweilige Patientin optimalen Brustimplantates. Das auch von Frau Dr. Simone Hellmann seit langem propagierte „tissue based planning“, also die OP-Planung anhand der individuellen Anatomie der Patientin, wurde hier nochmal betont. Essentiell sind neben den Wunschvorstellungen der Patientin für eine Brustvergrößerung ihre körperlichen Voraussetzungen, also beispielsweise die Größe der Brust, die Beschaffenheit von Haut und Bindegewebe und die Position der Brustwarzen. Ziel ist es immer, eine natürliche Brustform zu schaffen und dabei so wenig Narben wie möglich zu hinterlassen. Daher sind eine OP-Planung und die Auswahl des Brustimplantates nur erfolgreich, wenn diese die individuelle Patientenanatomie respektieren. Hier kann es durchaus mal einen Unterschied zu den Wunschvorstellungen der Patientin geben („wish you`s versus tissues“), die es in Einklang zu bringen gilt. Konsens bei allen anwesenden Experten war es, das ein Ignorieren der Anatomie unweigerlich zu einem nicht optimalen OP-Ergebnis der Brustvergrößerung oder gar zu Komplikationen wie Kapselfibrosen oder Fehlpositionen des Brustimplantates führt. Redner wie Dr. Per Heden aus Stockholm oder Dr. Patrick Mallucci aus London stellten in ihren Vorträgen deutlich dar, dass die meisten dieser Komplikationen bei einer Brustvergrößerung durch eine genaue Analyse der Anatomie der Patientin sowie die Auswahl des richtigen Implantates und der passenden OP-Technik vermeidbar sind.IbsD_2015.05.17

Da Frau Dr. Hellmann dank ihrer mittlerweile 20-Jährigen Berufserfahrung diese Erfahrungen teilt, finden konsequenterweise in der H-Praxis vor einer geplanten Brustvergrößerung eine genaue Analyse der Patientinnenanatomie und ein ausführliches Beratungsgespräch statt. Sollte der Patientinnenwunsch nach Größe und Form des Implantates unrealistisch sein und große Risiken bergen, führt Dr. Hellmann die Operation nicht durch. In diesem Vorgehen wurde sie von den anwesenden Experten erneut bestärkt, die im Sinne der Patientensicherheit genauso entscheiden.

Ein weiteres interessantes und kontroverses Thema war die Brustvergrößerung ohne Implantate nur mittels Eigenfett oder eine Kombination beider Verfahren. Bei der Brustvergrößerung mittels eigenem Fett („Lipofilling“) wird an einer Stelle des Körpers Fett abgesaugt, aufbereitet und in die Brust implantiert. Derzeit wird ein großer Hype um dieses Verfahren entfacht, nicht zuletzt aus Marketinggründen. Frau Dr. Hellmann führt derzeit keine Brustvergrößerung mittels Eigenfett durch, da sie von der Sicherheit gerade im Hinblick auf die Entstehung von Brustkrebs nicht überzeigt ist. Bei einem Eigenfetttransfer werden stets auch sogenannte Stammzellen übertragen, die sich in nahezu jede andere Zellform „verwandeln“ können. Da dies auch bösartige Zellen einschließt, ist die aktuelle Studienlage von entscheidender Bedeutung. In mehreren Vorträgen der anwesenden internationalen Experten und in einem persönlichen Gespräch von Frau Dr. Hellmann mit einem der Vorreiter der modernen Brustchirurgie, Prof. Werner Audretsch, wurde bestätigt, dass die Studienlage zur Sicherheit des Eigenfetttransfers derzeit eher dürftig ist und es keinen definitiven Nachweis über die Sicherheit des Verfahrens gibt. Da für Frau Dr. Hellmann die Sicherheit ihrer Patienten die oberste Priorität ist, wird sie bis zu einer gesicherten Studienlage über die Unbedenklichkeit des Eigenfetttransfers für die Brustvergrößerung diesen Eingriff nicht durchführen.

IbwD_2015.04.18_2Weitere Themen des Kongresses waren u.a. die Brustverkleinerung und die Bruststraffung mittels innerem BH. Erfreulicherweise sah sich Frau Dr. Hellmann in ihrem derzeitigen Vorgehen von den Experten bestätigt.

sh

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