Das Internationale Brustsymposium | H-Praxis Köln

Brustvergrößerung und Co. – Das Internationale Brustsymposium Düsseldorf

Brustvergrößerung und Co. – Das Internationale Brustsymposium Düsseldorf

27. April 2016


Zum vierten Mal fand am 22.-23.4.2016 das internationale Brustsymposium in Düsseldorf statt, das Frau Petra Schepeler und ich wieder besuchten. Auf dem renommierten Kongress waren internationale Experten auf den Gebieten der Brustvergrößerung, Bruststraffung und Brustverkleinerung sowie Brustrekonstruktion nach Brustkrebs in Düsseldorf vor Ort.

Die optimale Brustvergrößerung mit Implantaten

Zwei Sitzungen befassten sich mit dem Thema der Brustvergrößerung mit Implantaten und mal wieder mit der schwierigsten Frage in diesem Bereich: Wie finde ich als Chirurg das optimale Brustimplantat für meine Patientin? Ich kann mich nach mehr als 20-jährger Berufserfahrung den vortragenden Kollegen, darunter Koryphäen wie Dr. Per Hedén aus Stockholm und Dr. Patrick Mallucci aus London, nur in der Auffassung anschließen, dass das „tissue based planning“, also die OP-Planung anhand der individuellen Anatomie der Patientin, das wichtigste für einen Operationserfolg und die Vermeidung von Komplikationen ist. Neben den verständlichen Wunschvorstellungen der Patientin über ihre Brustvergrößerung müssen aber auch ihre körperlichen Voraussetzungen, also beispielsweise die Größe der vorhandenen Brust, die Beschaffenheit von Haut und Bindegewebe und die Position der Brustwarzen mit in die OP-Planung und Implantatauswahl einfließen. Ziel ist es immer, eine natürliche Brustform zu schaffen und dabei so wenig Narben wie möglich zu hinterlassen. Daher sind eine OP-Planung und die Auswahl des Brustimplantates nur erfolgreich, wenn die individuelle Patientenanatomie respektiert wird. Hier kann es durchaus mal einen Unterschied zu den Wunschvorstellungen der Patientin geben (Patrick Mallucci´s berühmter Ausdruck „wish you`s versus tissues“). Konsens bei allen anwesenden Experten war es, das ein Ignorieren der Anatomie unweigerlich zu einem nicht optimalen OP-Ergebnis der Brustvergrößerung oder gar zu Komplikationen wie Kapselfibrosen oder Fehlpositionen des Brustimplantates führt. Die meisten dieser Komplikationen nach einer Brustvergrößerung sind durch eine genaue Analyse der Anatomie der Patientin sowie die Auswahl des richtigen Implantates und der passenden OP-Technik vermeidbar.

Brustvergrößerung mit ImplantatWunsch & Wirklichkeit

In meiner H-Praxis findet genau deshalb konsequenterweise vor einer geplanten Brustvergrößerung eine genaue Analyse der Patientinnenanatomie und ein ausführliches Beratungsgespräch statt. Sollte der Patientinnenwunsch nach Größe und Form des Implantates unrealistisch sein und große Risiken bergen, führe ich die Operation nicht durch. In meinem Vorgehen wurde ich auch auf diesem Kongress von den anwesenden Experten-Kollegen erneut bestärkt, die im Sinne der Patientensicherheit genauso entscheiden.

Neues Körpergefühl dank Brustverkleinerung

Ein weiteres Thema des Kongresses war die Brustverkleinerung und die Bruststraffung mittels innerem BH. Dies sind in meiner Praxis sehr häufig durchgeführte Eingriffe, die ich als Frau auch immer sehr gut nachempfinden kann. Gerade sehr große Brüste benötigen eine sorgfältige und schonende OP-Technik, um komplikationslos schnell ein sehr natürliches Ergebnis zu zeigen. Insbesondere für die Bruststraffung versuche ich gern, ein Brustimplantat zu vermeiden, wenn die Patientin noch genug eigenes Gewebe hat. In diesem Vorgehen wurde ich durch den Kongress nochmals bestätigt, denn die meisten Komplikationen entstehen beim Kombinationseingriff Bruststraffung puls Implantat.

Nikotin ruiniert Ihr OP Ergebnis!

Dr. Per Hedén hielt außerdem noch einen sehr interessanten Vortrag über das vermehrte Auftreten von Wundheilungsstörungen bei Patientinnen, die vor und nach ihrem Brusteingriff keine Nikotinpause einlegen. Diese Behauptung ist mittlerweile in diversen seriösen Studien belegt und deckte sich mit den Beobachtungen aller anwesenden Kollegen. Daher empfehle ich meine Patienten tatsächlich vor OPs eine Nikotinkarenz vier Wochen vor und 8 Wochen nach ihrer OP – sozusagen „für den guten Zweck“.

Eigenfettbehandlung bleibt umstritten

Auch in diesem Jahr kontroverses Thema: Die Brustvergrößerung mittels Eigenfett ohne Implantat oder eine Kombination beider Verfahren. Bei der Brustvergrößerung mittels eigenem Fett („Lipofilling“) wird an am Körper Fett abgesaugt, aufbereitet und in die Brust injiziert. Immer noch existiert ein großer Hype um dieses Verfahren, nicht zuletzt aus Marketinggründen und weil es technisch nicht besonders kompliziert ist. Letzteres führt dazu, dass auch fachfremde Kollegen ohne größere Erfahrung mit Brustchirurgie dieses Verfahren anbieten. Ich führe derzeit keine Brustvergrößerung mittels Eigenfett durch, da es auch nach dem Update auf diesem Kongress in den vorliegenden Studien nach wie vor keine Unbedenklichkeit in Richtung Entstehung von Brustkrebs nach Eigenfetttransfer gibt. Bei einem Eigenfetttransfer werden stets auch sogenannte Stammzellen übertragen, die sich in nahezu jede andere Zellform „umwandeln“ können. Da dies auch bösartige Zellen einschließt, ist die aktuelle Studienlage von entscheidender Bedeutung. In mehreren Vorträgen der anwesenden internationalen Experten wurde bestätigt, dass die Studienlage zur Sicherheit des Eigenfetttransfers derzeit eher dürftig ist und es keinen definitiven Nachweis über die Sicherheit des Verfahrens gibt.

Sicherheit für meine Patienten

Da für mich die Sicherheit meiner Patienten die oberste Priorität ist, werde ich bis zu einer gesicherten Studienlage über die Unbedenklichkeit des Eigenfetttransfers für die Brustvergrößerung diesen Eingriff nicht durchführen.

Falls Sie sich für eine Brustvergrößerung oder Bruststraffung- und Verkleinerung interessieren, vereinbaren Sie gerne einen unverbindlichen Beratungstermin mit uns.

Ihre Simone Hellmann

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