Extremes Schwitzen muss nicht sein | H-Praxis Köln

Extremes Schwitzen muss nicht sein

Extremes Schwitzen muss nicht sein

1. April 2016


Zum ersten Aprilwochende werden endlich Temperaturen um die 20 Grad erwartet. Der Frühling hält Einzug und erhellt unsere Stimmung. Doch für manche Menschen ist der Blick aufs Thermometer nicht nur mit freudigen Gefühlen verbunden, denn sie leiden unter extremen Schwitzen, der sog. Hyperhidrose. Nahzu 2% der Bevölkerung leiden unter diesem krankhaft, vermehrten Schwitzen unter den Armen. Jeder Gang nach Draußen kann zur Qual werden, da sich die übermäßige Schweißproduktion durch nichts regulieren lässt und gerne auch mal optisch oder olfaktorisch auffällt.

Hyperhidrose muss Ihr Leben nicht beeinträchtigen

Generell ist schwitzen eine lebenswichtige Körperfunktion. Der Schweiß wird im menschlichen Körper von über 2 Millionen Schweißdrüsen produziert und besteht im Wesentlichen aus Wasser, Kochsalz und Stoffwechselprodukten.  Die Schweißdrüsen geben Flüssigkeit ab, die verdunstet und so die Körperoberfläche kühlt.  Dadurch befreit sich der Körper von zu viel innerer Wärme und verhindert, dass er überhitzt.

Da das Schwitzen nicht willkürlich zu steuern ist, wird es zum Problem für die Betroffenen, zur sog. Axillären Hyperhidrose. Oftmals sind diese Menschen in ihrem sozialen Leben eingeschränkt, da die Schwitzattacken unabhängig von der Umgebungstemperatur spontan auftreten oder aber auch durch emotionalen Stress, z.B. im Berufsleben,  ausgelöst werden. Prinzipiell unterscheiden wir zwei Ursachen für die Hyperhidrose. Zum einen gibt es die primäre Hyperhidrose, deren Ursache unbekannt ist und zum anderen die sekundäre Hyperhidrose, die infolge einer anderen Grundkrankheit (z.B. Schilddrüsenerkrankungen, Tumore oder neurologische Erkrankungen) oder als Medikamentennebenwirkung ausgelöst wird.  Letztere wird therapiert, indem die Ursache für das Schwitzen gefunden und behandelt wird. Bleibt die Ursache unklar, werden die Symptome der primären Hyperhidrose therapeutisch angegangen.

Botox® gegen extremes Schwitzen

Bei  leichter Ausprägung der axillären Hyperhidrose können beispielsweise spezielle Deodorants mit Aluminiumsalzen zu einer Besserung führen. Über die möglichen, langfristigen Nebenwirkungen dieser Anti-Transpirants wird seit langer Zeit diskutiert, die Produkte sind umstritten. Reichen konservative Maßnahmen nicht aus, ist die Behandlung mit Botox® eine Option. Botox® ist in Deutschland zur Behandlung der axillären Hyperhidrose zugelassen; das Medikament blockiert einen Aktivator der Schweißdrüsen und verhindert für einige Zeit die übermäßige Schweißabsonderung. Bei der Botox® Behandlung der Achselhöhlen wird eine oberflächliche Injektion vorgenommen. Danach ist der Patient sofort wieder gesellschaftsfähig und kann nach zwei Tagen wieder Sport treiben. Der Effekt durch das Botulinum Toxin hält ca. 6-8 Monate an, dann ist es vom Körper wieder abgebaut und die Behandlung muss wiederholt werden.

Absaugen der Schweißdrüsen

„Viele Patienten möchten sich jedoch nicht alle 6-8 Monate mit Botox® behandeln lassen, sondern bevorzugen eine dauerhafte Lösung.“, sagt Dr. Simone Hellmann. Hier steht das etablierte und risikoarme Verfahren der axillären Saugkürettage zur Verfügung. Bei diesem schonenden minimal-invasiven ambulanten Eingriff, den Dr. Simone Hellmann in der Sicherheit ihrer Belegklinik durchführt, wird in örtlicher Betäubung vom Operateur eine dünne Spezialkanüle über kleinste Öffnungen unter die Haut gebracht. Diese ist an ein Saugersystem angeschlossen, so dass die Schweißdrüsen auf diese  Art sowohl kürettiert (abgeschabt) und nachfolgend abgesaugt werden. Ein Spezialverband muss danach für 2-3 Tage getragen werden, eine spezielle körperliche Schonung ist nicht erforderlich. Durch diesen einmaligen Eingriff lässt sich die Schweißproduktion dauerhaft auf ein „normales“ Maß verringern.

Der Gewinn an Lebensqualität nach der Behandlung des extremen Schwitzens ist für die Betroffenen immens. Wenn Sie eine Beratung zur Hyperhidrose wünschen, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Titelphoto: www.canstockphoto.de – dandaman
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