Behandlung von Hyperhidrose (vermehrtes Schwitzen) | H-Praxis Köln

Hyperhidrose Behandlung – Vermehrtes Schwitzen behandeln lassen

Das Wichtigste im Überblick

  • Dauer: Je nach Ausmaß und Region ca. 20-30 Minuten
  • Behandlungsort: Ambulant in der Praxis
  • Narkose: Betäubende Salbe falls gewünscht
  • Gesellschaftsfähig: Sofort
  • Sport: Nach 1 Tagen

Was ist Hyperhidrose?

Schwitzen ist grundsätzlich eine lebenswichtige Körperfunktion zur Regulierung der Körpertemperatur und zum Ableiten übermäßiger Wärme aus dem Inneren nach außen. Allerdings leiden ca. 2 % der deutschen Bevölkerung an einer Form von übermäßigem Schwitzen, der sogenannten Hyperhidrose.

Prinzipiell wird zwischen zwei Ursachen für das übermäßige Schwitzen unterschieden:

  • Die Primäre Hypherhidrose

Die Ursachen für eine primäre Hypherhidrose sind nicht bekannt (sog. Ideophathische Hyperhidrose). In Stress- und Angstsituationen kann sich die Schweißproduktion verstärken und ggfs. zu bestehender Hyperhidrose führen.

  • Die Sekundäre Hyperhidrose

Eine sekundäre Hyperhidrose, ist dann gegeben, wenn das übermäßige Schwitzen die Folge einer anderen Grunderkrankung ist, wie z.B. bei Schilddrüsenerkrankungen, Tumoren oder neurologischen Erkrankungen oder auch als Medikamentennebenwirkung ausgelöst wird.  Auch in den Wechseljahren der Frau kann verstärkt eine Hyperhidrose einsetzen. Die sekrundäre Hyperhidrose wird therapiert, indem die Ursache für das Schwitzen gefunden und behandelt wird. Bleibt die Ursache unklar, werden die Symptome der primären Hyperhidrose therapeutisch angegangen.

Therapie bei primärer Hyperhidrose

Patienten mit primärer Hyperhidrose produzieren vor allem in der Achselregion sehr viel mehr Schweiß, als sie für die Temperaturregulierung benötigen (Hyperhidrosis axillaris). Die vermehrte Schweißbildung geht nicht selten mit einer unangenehmen Geruchsbildung einher. Die Ursache des vermehrten Schwitzens ist weitgehend unbekannt, jedoch wird vermutet, dass das sympathische Nervensystem und der Nervenbotenstoff Acetylcholin, über den die Schweißdrüsen direkt angeregt werden, hierbei überaktiv sind.

Genau an dieser Stelle setzt die Behandlung mit Botox gegen Schwitzen in der Achselregion an. Botox ist in Deutschland für die Behandung der Hyperhidrose als Medikament zugelassen. Es  verhindert, dass die Nervenenden den Botenstoff Acetylcholin weitergeben und bindet sich an diesen Botenstoff, der ein Aktivator der Schweißdrüsen ist. Dadurch wird die Signalübertragung blockiert und in der Folge vermindert sich für einige Monate die Schweißsekretion.

Wie läuft eine Behandlung bei Hyperhidrose ab?

Was kann ein Patient gegen vermehrtes Schwitzen tun? Das Medikament Botox® ist für die Behandlung der Hyperhidrosis axillaris in Deutschland zugelassen und seine Wirksamkeit wurde in vielen unabhängigen Studien belegt. Es bindet sich an die peripheren Nervenenden, die Acetylcholin als Botenstoff (Neurotransmitter) benutzen. Acetylcholin, als ein Aktivator der Schweißdrüsen, wird blockiert und dadurch wird sich die Sekretion der Schweißdrüsen vermindern. Bei der Behandlung des vermehrten Schwitzen mittels Botulinumtoxin wird, nach der Betäubung mit einer Anästhesie-Creme, oberflächlich in Quadratzentimeterabständen in die Hautschicht der Achseln injiziert. Die schweißreduzierende Wirkung tritt ca. eine Woche bis 14 Tage nach der Behandlung ein.
Botox gegen Schwitzen ist eine Methode, um Schweißdrüsen für einen Zeitraum von etwa 6 Monaten zu blockieren. Es besteht aber auch die Möglichkeit eines kleinen minimal invasiven Eingriffs, eine sogenannte Saugkürettage, die Schweißdrüsenabsaugung. Hierbei wird ein Großteil der Schweißdrüsen der Achseln sanft operativ entfernt, was zu einer Normalisierung der Schweißproduktion führt und das vermehrte Schwitzen endgültig beendet.

Leiden Sie unter Hypherhidrose?

Von einer primäeren Hyperhidrose spricht man, wenn die Schweißproduktion der Achseln oder auch der Handflächen und Fußsohlen ein extremes Maß annimmt. Typhisch ist, dass die Patienten von permanenter Schweißsekretion – auch im Ruhezustand – berichten und unter übermäßiger Schweißfleckenbildung auf Kleidung leiden. Dies kann für die Patienten einestarke psychische Belastung sein, die nicht selten dazu führt, noch mehr zu schwitzen. Wenn keine weiteren Grunderkrankungen oder Beschwerden vorliegen, kann eine primäre Hypherhidrose diagnostiziert werden. Um eine genaue Darstellung der Schweißmenge zu erhalten, führt Dr. Simone Hellmann einen sogenannten Jod-Stärke-test durch, der durch ein Farbverfahren festlegt wo und wieviel Überproduktion an Schweiß stattfindet.

Was ist nach der Behandlung bei Hyperhidrose zu beachten?

Nach der Behandlung mit Botox gegen Schwitzen in der Achselhöhle können kleinste oberflächliche Blutergüsse an den Injektionspunkten entstehen. Die Einstiche sind bei korrekter fachärztlicher Durchführung oberflächlich, so dass keine wichtigen Nerven in der Achselhöhle getroffen werden können. Der Fühl-und Tastsinn wird durch die Botox-Injektion nicht beeinträchtigt. Langfristige Nebenwirkungen sind nach einer Botox-Behandlung nicht bekannt. Nach durchschnittlich einem halben Jahr muss man sich der Behandlung von vermehrtem Schwitzen erneut unterziehen, da die Botox Wirkung dann abgeklungen ist.

Leider ist es seit April 2008 durch das Heilmittelwerbegesetz verboten, im Internet wie bisher Vorher-/Nachher-Bilder unserer Operationen zu zeigen, da dies als unlautere Werbung gilt. Selbstverständlich werden wir Ihnen jedoch im Rahmen Ihres persönlichen Beratungstermins dieses Fotomaterial zu Ihrem individuellen kosmetischen Problem demonstrieren und erläutern.

[Gesamt:3    Durchschnitt: 3/5]

Jetzt Beratungstermin vereinbaren:





Ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen und akzeptiere sie.*




Für weitere Patientenstimmen zur H-Praxis klicken Sie bitte HIER ❯
Bewertung wird geladen...
 
 
Impressum
Blog
Kontakt
Datenschutz


© 2017 H-Praxis, Simone Hellmann