Narbenkorrektur - Narben entfernen lassen | H-Praxis Köln

Narbenkorrektur

Das Wichtigste im Überblick

  • Dauer der Behandlung oder OP: ca. 1 – 1,5 Stunden
  • Klinikaufenthalt: ambulant
  • Narkose: Örtliche Betäubung, ggfs. Vollnarkose
  • Nachbehandlung: Plasterverband
  • Gesellschaftsfähig: Sofort
  • Sport: Nach 4-6 Wochen

Narbenkorrektur – für mich?

Viele Menschen haben durch Verbrennungen, Unfälle oder Operationen Narben davongetragen. Befinden sich diese an sichtbaren Körperstellen oder dem Gesicht und entspricht die Narbenbildung nicht den ästhetischen Vorstellungen, werden Narben oft als störend und belastend empfunden.

Welche Ergebnisse können erzielt werden?

Auch ein ästhetisch-plastischer Eingriff kann eine Narbe nicht vollständig entfernen. Mit den entsprechenden Verfahren können aber gute Ergebnisse erzielt werden, um das Aussehen der Narben deutlich zu verbessern. Das Ergebnis der Narbenkorrektur ist abhängig von Art, Größe und Verlauf sowie von der individuellen Wundheilung, der postoperativen Schonung und Narbenpflege.

Welche Verfahren zur Narbenkorrektur gibt es?

Prinzipiell lassen sich Narben operativ korrigieren, bei einigen – insbesondere Aknenarben im Gesicht – reicht jedoch auch ein minimal-invasives Verfahren wie das medizinische Needling aus.

Anästhesieform und Klinikaufenthalt

Operative Narbenkorrekturen werden vorwiegend ambulant und in örtlicher Betäubung an unserem operativen Standort durchgeführt. Bei größeren Korrekturen wie zum Beispiel bei Kaiserschnittnarben, findet die OP in einer leichten Narkose und mit einer stationären Übernachtung statt.

Wie verläuft die Operation?

1) Ablauf bei hypertrophen (wuchernden) Narben
Durch mehrfache Behandlung mit Cortison Injektionen in die Narbe selbst kann die Abflachung einer wuchernden Narbe erzielt werden. Diese Phase dauert manchmal bis zu einem Jahr. Alternativ können hypertrophe Narben mit einem unauffälligen Hautschnitt und anschließender, regelmäßiger Injektionsbehandlung gebessert werden.

2) Ablauf bei Kontrakturen
Verletzungen der Haut, die zum Verlust von Gewebe führen wie beispielsweise Verbrennungen, können eine feste und zusammengezogene Narbe erzeugen. Diese wird als Kontraktur bezeichnet. Zur operativen Behandlung wird eine Entfernung der Kontraktur mit Deckung des Defekts durch eine Hautlappenplastik oder ein Transplantat notwendig. In den letzten Jahren hat sich allerdings auch das Verfahren des Medical Needling in der Therapie von Verbrennungsnarben etabliert. Beim Medical Needling wird ein sogenannter Needling-Pen mit einer Nadellänge von 2mm oder – als Eingriff in Vollnarkose – 3mm (je nach Ausmaß des verbrannten Areals) über das vernarbte Gewebe bewegt. Die so herbeigeführten Mikroverletzungen regen den Selbstheilungsprozess der Haut an. Neue Hautzellen werden produziert, ebenso erhöht sich die Kollagenproduktion und die Haut wird wieder elastischer und glatter. Durch die gewollte Wundheilung verbessert sich auch oftmals das in der Verbrennungsnarbe verbleibende Erythem (Rötung der Narbe). Nach kurzen Heilungsphasen kann das Verfahren mehrmals angewandt werden. Beim Medical Needling entstehen keine neuen Narben.

3) Ablauf bei Narben im Gesicht
Gerade im Gesicht stellt das Verfahren des Medical Needling heute eine optimale Behandlungsmöglichkeit zur Narbenkorrektur dar. Wie bereits beschrieben aktiviert das Medical Needling die Selbstheilungskräfte der Haut und lässt neue Hautzellen wachsen, die die Tiefe und Farbe der Narbe positiv beeinflussen. Auf das früher angewendete Verfahren des Abschleifens, die Dermabrasion, kann man heute dank des Medical Needling weitgehend verzichten. Sollten die Narben ausgeprägter sein und liegt die Narbe quer zu den natürlichen Hautlinien, kann eine Verlagerung entlang dieser Linien, beispielsweise mittels der sogenannten ‚Z-Plastik‘, zu einer Verbesserung führen.

Welche Komplikationen gibt es?

Prinzipiell ist eine Narbenkorrektur bei einer qualifizierten Fachärztin eine komplikationsarme Operation mit einem hohen Grad an Effizienz und Sicherheit. Wie bei jeder Operation können jedoch nach einer Narbenkorrektur Blutergüsse und Schwellungen sowie Infektionen und Wundheilungsstörungen vorkommen. Prinzipiell ist es möglich, eine Narbenkorrektur zu wiederholen. Es kann sinnvoll sein, diesen Schritt in mehreren Eingriffen vorzunehmen, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.

Welche Nachbehandlung ist erforderlich?

Nach einer operativen Narbenkorrektur wird ein wasserabweisender Pflasterverband angelegt. Die Hautfäden werden in Abhängigkeit der Lokalisation nach 1-3 Wochen entfernt. Leichte Schmerzen, Ziehen oder Brennen bei der Heilung sind nicht ungewöhnlich und können durch Ruhigstellung und Medikamente behoben werden. Nach einem medizinischen Needling ist die Haut für 24-48 Stunden leicht gerötet und sollte mit medizinischen Cremes, sogenannten Cosmeceuticals, versorgt werden.

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