Selfies machen - Ein Klick macht Druck | H-Praxis Köln

Selfie – Ein Klick macht Druck!

27. März 2015


Petra Schepeler & Dana Hoffmann im Selfie-Versuch

Petra Schepeler & Dana Hoffmann im Selfie-Test

‚Hey, lass uns schnell ein Selfie posten! ‘ Diesen Satz sagen und hören wir mittlerweile tagtäglich. Die Social Media Community rund um Facebook, Instagram, Pinterest & Co. wächst stetig und jeder zeigt sich auf den Plattformen am liebsten nur von seiner besten Seite. Selfie Fotografieren ist ein neuer Sport geworden und die gängigen Modezeitschriften und Online-Fashionmagazine werden nicht müde zu erklären, wie die beste Selfie Pose zu erzielen ist, damit wir auf dem Foto schön und schlank aussehen. Social Media Stars wie Kim Kardashian scheinen mühelos, professionelle Selfie Poser zu sein und irgendwie hätte doch jeder gern den makellosen Glow-Teint à la Jennifer Lopez oder die Top Figur von Taylor Swift. Aber wie weit würden Sie gehen, um das perfekte Selfie von sich zu machen?
Der Selfie Druck ist hoch! In den USA sogar so hoch, dass Plastische Chirurgen innerhalb der letzten 2 Jahre einen bis zu 25%-igen Anstieg ihrer Patientenraten verzeichneten. Viele Patienten – vornehmlich – Frauen empfinden ihre Nase zu groß, die Augenlider zu hängend, der Mund ist schief, die Zähne zu gelb – Nichts scheint mehr zu stimmen – zumindest nicht auf einem Selfie. Und wenn Photoshop und Filter nicht mehr reichen, gehen manche Menschen noch einen Schritt weiter, um ihre Social Media Präsenz zu verbessern. In den USA hat die Unzufriedenheit mit dem eigenen Aussehen auf einem Selfie zu 10% mehr Nasenkorrekturen und 6% mehr Lidkorrekturen im vergangenen Jahr geführt. Ist das auch in Deutschland bereits der Fall?
Hierzu Dr. Simone Hellmann: „In meinen Sprechstunden zur Beratung von Faltenunterspritzungen, Botox oder operativen Vorhaben möchte ich von meinen Patienten gerne genau erfahren, warum sie das eine oder andere an ihrem Ausstehen als störend empfinden. Nur Gründe, die für mich nachvollziehbar sind, führen nach der Behandlung auch zu einer hohen Zufriedenheit der Patienten. Ich glaube eine reine Verschönerung oder Veränderung des Patienten zugunsten einer Fotogenität auf Selfies lässt auf viel Unsicherheit schließen. Ich lehne die Behandlung von Patienten ab, die offensichtlich eine falsche und ihm wahrsten Sinne des Wortes ‚verzerrte‘ Selbstwahrnehmung haben. Ein Selfie wird aus kurzer Distanz geschossen – die Zweidimensionalität lässt das Gesicht immer flach und flächiger erscheinen und die Nase erhält eine gewisse Prominenz. Bis dato habe ich, glücklicherweise, noch keine Patienten in meiner H-Praxis erlebt, die sich allein aus dem Grund für ein Selfie schöner zu sein, z.B. die Lider operieren oder ein Brustvergrößerung durchführen lassen. Aber sicher wird dieser Trend auch in geraumer Zeit nach Deutschland schwappen. Für mich als Plastische Chirurgin ist die Seriosität einer Beratung und Behandlung besonders wichtig, daher werde ich die Beweggründe meiner Patienten immer im Gespräch erforschen. Schönheitschirurgie fürs Selfie halte ich für ungesund. Selfies zu machen hingegen finde ich witzig und in der H-Praxis haben wir viel Spaß an der virtuellen Welt und posten gerne auf Facebook oder Instagram (@drsimonehellmann, @paddypics).“

ps

 

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